Prosa

Montatelang sitze ich einfach da oder verrichte altersgerechte Tätigkeiten. Dann, aus heiterem Himmel, packt es mich plötzlich und ich muss mich äußern. Zu Erkenntnissen und Schlussfolgerungen, die sonst für immer verborgen blieben. Zusammenhänge, die plötzlich glasklar vor meinem geistigen Auge auftauchen und zum Licht drängen. Derart fundamentale Beiträge zur abendländischen Kultur müssen einfach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hier sind sie.

Wichtige und weniger wichtige Texte

Befugt die Unbefugten!

Liebe Freunde,

unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten geprägt von dem Willen, den vermeintlich Schwachen und Benachteiligten, wie auch den tatsächlichen Minderheiten die ihnen zustehenden Rechte zu geben. Dabei ist es durchaus nicht in jedem Fall unstrittig, um welche Rechte es sich handelt, aber immerhin!


Wir erinnern uns gern an das Bild des strickenden Abgeordneten der Grünen im Bundestag als Symbol eines neuen Rollenverständnisses, bei dem die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau neu definiert wurde. Wir schaudern aber auch bei der Erinnerung an die schrumpeligen Kleinkinder, die beim untauglichen Versuch der Väter, sie zu stillen, beinahe verdorrt sind und noch heute bei jeder Party durch großen Durst auf sich aufmerksam machen.


Undifferenzierte Umkehrung der Verhältnisse, so lernen wir, führt nicht in jedem Fall zum gewünschten Ergebnis. 


In anderen Fällen aber doch! Zumindest zu dem von den Beteiligten gewünschten Ergebnis. Denken wir an jenen früheren Innenminister, der zuvor des Meineides überführt worden war und der Strafe entging, weil er eine Verdunkelung seines Geistes in einer Stresssituation glaubhaft machen konnte. Oder den amtierenden Finanzminister, der sein Gedächtnis verliert, wenn seine Mitwirkung bei der Geldwäsche durch seine Regierungspartei zur Sprache kommt. Gerade dieses Beispiel zeigt doch, welche nützliche Rolle Straftäter bei der Prävention künftiger Straftaten spielen können. Wir haben doch die Experten, die mit der Schweiz über den Umgang mit Steuerhinterziehern verhandeln können! 


Vermeintliche Minderheiten, so lernen wir, sind mehrheitsfähig geworden. Oder Mehrheiten.


Damit wenden wir uns dem pikanten Thema der sexuellen Orientierung zu. In meiner Schulzeit war für mich als Träger einer blauen Turnhose die Zielgruppe klar definiert: Mädchen! Das war nicht so einfach, weil es auf unserem Knabengymnasium unter 500 Knaben nur ein Mädchen gab. Dies, weil es unbedingt Altgriechisch lernen musste. Dieses Missverhältnis veranlasste einen Lehrer zu dem launigen Kommentar:  „So viele Hunde und nur ein Knochen“. Dagmar, der Knochen, ist heute noch meines Wissens unverheiratet. Für andere Mitschüler war das Zahlenverhältnis paradiesisch. Erfuhr jedoch die Allgemeinheit von ihrer Neigung, so befanden sie sich buchstäblich in Schwulitäten. Ihr Vergnügen war eine Straftat und zur Heimlichkeit verdammt. Heute ist das anders und das ist gut so. Womit wir wieder bei den Spitzenpolitikern wären. Diese verstehen sich bekanntlich auf Mehrheiten. Wir dürfen also gespannt sein, wann Schwulsein Pflicht wird. Per Gesetz! Zuerst die Schwulenquote, dann der Artenschutz für die heterosexuelle Minderheit. Wie bei der Frauenquote. Ein Hahn auf dem Hühnerhof reicht doch auch zur Arterhaltung! Und Eier sind Hennensache!


Eine Minderheit der Bevölkerung kann mittels geschickter Strategie oder schlichter Frechheit, zur Mehrheit in Regierungen und/oder Entscheidungsgremien werden. Mehrheiten, die sich zu sicher fühlen, so lernen wir, werden so zu Minderheiten. Und vom Aussterben bedroht.


Durchaus nicht vom Aussterben bedroht ist eine kaum beachtete Minderheit. Wobei deren Bedeutung wenig bewusst ist, obwohl die erschreckende Allgegenwart der Diskriminierung geradezu nach Aufmerksamkeit schreit. Ich spreche von den Unbefugten. 


Während Andersfabige, Sitzpinkler und andere Minderheiten durch unermüdliche Lobbyarbeit sämtliche sie betreffenden Verbotsschilder eliminieren konnten, stehen Unbefugte noch ganz am Anfang. Wie selbstverständlich ist der „Durchgang für Unbefugte verboten“. Sie dürfen nicht betreten, sie dürfen nicht anfassen. Sie dürfen eigentlich - nichts!


Zaghaft bilden sich erste Selbsthilfegruppen - „Anonyme Unbefugte“. Wer gibt schon gern öffentlich zu, dass er unbefugt ist? Andererseits - wer wäre befugt, zu befugen? Wie befugt man Unbefugte? Wer war zuerst da? Der Befuger oder der Befugte? Wohl nicht! Der Urzustand ist ja wohl die Unbefugtheit, aus der man durch Befugung in die höhere Wesensform des Befugten transformiert wird. Und so frage ich Euch: Sind wir nicht alle irgendwie unbefugt?


Um ein Fanal zu setzen und die Weltöffentlichkeit auf das Martyrium dieser Minderheit aufmerksam zu machen, rufe ich den heutigen 12. April zum „Internationalen Tag der Unbefugten“ aus! Möge Euch die Befugung erleuchten! Oder wenigstens Uhu.

LuLu
(Aus dem Jahr 2012)
Anmerkung:
Dem geneigten Leser mag auffallen, dass geistige Inhalte dieses Textes Ähnlichkeit mit dem Vortrag eines prominenten Kabarettisten aufweisen. Dieser wurde von mir dazu befugt. Dieses ist der Originaltext. 

Huldigung an den Dorfidioten

Früher gab es Dorfidioten, heute gibt es Facebook 

Die Älteren unter uns erinnern sich: Man kam in irgendein Dorf. Kein Mensch auf der Straße. Und dann stand da an einer Ecke ein Mensch und schaute in die Welt hinein. Von Mama adrett zurechtgemacht, freundlich, harmlos. Wenn man ihn (den Menschen, genderneutral!) ansprach, manchmal auch einfach so, brabbelte er etwas Unverständliches, man klopfte ihm zustimmend auf die Schulter und die Welt war für beide Seiten in Ordnung. Man nannte ihn, politisch äußerst unkorrekt, den Dorfidioten. Er war in vielen Dörfern anzutreffen. Früher. 

 

Heute sind die Ecken verwaist. Was ist passiert? Haben Stickstoffdioxid und Feinstaub die Dorfidioten hingerafft? Bekanntlich sind ja Straßenecken lebensgefährlich. Nein, Man hat ihn rechtzeitig in Sicherheit gebracht. In geschlossenen Räumen sind Luftschadstoffe ungefährlicher. Das weiß man, seit es Grenzwerte gibt. Weil es in seiner Stube nicht so viel zu sehen gibt, hat er das Fenster zur Welt geöffnet. Social Media, Facebook. 

 

Nun brabbelt er öffentlich. Oft unverständlich, sprachlich und orthographisch durchaus originell, vielfach einfach nachgeplappert. Er darf das! Jeder darf das! Nun geschieht etwas Wunderbares - er merkt, dass er nicht allein ist. Weltweit Tausende, Hunderttausende lesen sein Gebrabbel. Das verstehen sie. Das ist ihre Sprache. Schulterklopfen heißt jetzt „Like“. Die Sprache ist kurz und prägnant „Merkel muss weg“, „Ausländer sind schuld! - Woran? - Egal!“. Die Streifen am Himmel sind entlarvt „Chemtrails - Was ist das? - Böse!“. „Was schützt gegen Hirnverstrahlung? - Ein Aluhut!“ Er schnallt sich an, wenn er dem Rand der flachen Erde zu nahkommt. Klare Antworten auf wichtige Fragen, praktische Lebenshilfe. Es hagelt „Likes“, auf deutsch „gefällt mir“. 

 

Likes sind eine Währung. Likes zeigen, wer Freunde hat. Likes manifestieren Erfolg, ihr Ausbleiben Misserfolg. Allein war jeder für sich der Dorfidiot. Nun, gemeinsam, sind sie eine Macht. Ein Like ist eine Ja-Stimme. Grundnahrungsmittel für Politiker. „Rechte Parolen bekommen Likes! Wir müssen weiter nach rechts, damit wir die Likes bekommen!“ Nicht denken - folgen! War da nicht mal was? Besonders viel Zeit für soziale Netzwerke haben die, die sonst nichts zu tun haben. Auch die, die vorher an Ecken standen. Damit auch viele Likes. Das muss ja nicht schlecht sein. Luther war recht erfolgreich, indem er „dem Volk aufs Maul schaute“. Er prägte mit seiner Bibelübersetzung auch die motivierende Erkenntnis „die Letzten werden die Ersten sein“ (Matthäus 19,30). Da sind sie nun und bestimmen die Politik. Zumindest die Windausrichtung so manchen Mäntelchens. 

 

Erst einfach Depp, nun „Influencer“. Das ist ein Beruf. Man fluenct in. Das kann nicht jeder. Früher hätte man vielleicht „Beeinflusser“ gesagt, oder „Manipulierer“. Klingt irgendwie unseriös. Influencer ist cool. Auch ohne Grippe. Glaubt jemand, das sei ein Witz? Mitnichten! Halt! Gender! Also auch Mitneffen. Oder so. Oder wie? Egal! Mir doch Wurscht! Macht doch, was Ihr wollt. Stell ich mich eben an die Ecke. Der Platz ist ja freigeworden. 

Dumpfbacken aller Länder ... 

Vor ziemlich genau zwei Jahren stellte ich wissenschaftliche Betrachtungen zum Verbleib der Dorfidioten an. Man kann ja über diese Spezies sagen, was man will, aber irgendwie sind sie doch eher harmlos. Wenig übergriffig. Den Dorfidioten an sich treibt keine Mission. Er ist einfach ein Idiot. Dank moderner sozialer Medien kann er sich mit Gleichgestörten austauschen. Das macht ihm Freude und die sei ihm gegönnt. 

 

Exkurs Genderismus: Wenn ich in einem Text von „Idioten“ schreibe, dann meine ich natürlich die Gattung, also auch „Idiotinnen“ und „Idiöterl“ und, was sonst noch an weiteren Geschlechtern existiert oder neu entdeckt wird. Eben jeden/jedin/jedes, der/die/das sich idiotisch verhält. Da ist es mir auch egal, wenn der Duden oder die Düdin immer wieder dem Volk aufs Maul schaut und aus falsch richtig macht, nur weil anscheinend immer mehr Leute zu blöd sind. Oder doch nicht anscheinend, sondern nur scheinbar? Oder wie? 

 

Vom traditionellen Dorfidioten hebt sich die Dumpfbacke durch ein aggressives Sendungsbewusstsein ab. Plötzlich schreien mich wildfremde Menschen an: „NACHDENKEN!!!!“ oder „AUFWACHEN!!!!“, wobei die Zahl der Ausrufezeichen in der Schriftform die Lautstärke reguliert. Menschen, denen ich nicht einmal zutrauen würde, den sprichwörtlichen Eimer Wasser erfolgreich umkippen zu können. Nun will ich mich nicht über meine Mitmenschen erheben und mir anmaßen, deren intellektuelle Qualitäten zu zensieren. Nein, von mir aus kann jeder so blöd sein, wie er will. Wenn allerdings jemand versucht, mir seine Blödheit aufzudrängen, mich gar anschreit, ich solle mich auf seine Entwicklungsstufe begeben, dann setze ich mich zur Wehr. Meistens versuche ich, derartige Übergriffe einfach zu ignorieren. Manchmal jedoch fühle ich mich von der schieren Masse konzentrierter Dummheit geradezu erdrückt und dann wage ich, zu argumentieren. Mir ist auch klar, dass das weitgehend sinnlos ist. Deshalb schreibe ich manchmal einfach auf, was mich bedrückt. So wie jetzt. Einfach für mich. Der angestrebte Adressat begreift es sowieso nicht. Ich aber kann auf diese Art mir selbst und auch späteren Generationen nachweisen, dass ich es schon immer gewusst habe. Jawoll! 

 

Verlassen wir nun den geistigen Überbau und kehren auf den Boden der Tatsachen zurück! Die Menschheit hat seit mittlerweile über einem Jahr, wir befinden uns im April 2021, ein Problem. Finstere Mächte haben tatsächlich oder angeblich ein Virus in die Welt gesetzt, das tatsächlich oder angeblich Menschen krank macht oder sogar umbringt. Wer diese finsteren Mächte sind, irdisch, überirdisch oder gar außerirdisch, ist umstritten. Eigentlich ist alles umstritten. Im Zweifel sind alle Informationen „Fake News“. Das ist überhaupt ein geniales „Argument“. Medien sind ja auch eine der finsteren Mächte. Aber sowas von finster! Medien transportieren Informationen, Meinungen, Nachrichten, also „News“, und damit eben auch „Fake News“. Wenn nun also etwas nicht in das Weltbild oder die Argumentation eines zeitgenössischen Geistesriesen passt, dann sind das „Fake News“. Verbreitet durch „die Medien“. Überhaupt „Medien“. Böse Sache! Wir erinnern uns an die Séancen, bei denen ein Medium den Kontakt zu Bewohnern des Jenseits herstellen sollte. Viel Brimborium, verrückte Möbel, aber wenig greifbare Ergebnisse. Oder kennen Sie jemanden, der auf diesem Weg erfahren hätte, wo Opa den Schatz vergraben hat? Nun ist ja ein Medium nichts anderes als ein Vermittler. Sagt ja der Name schon. Das Medium hat nicht die Aufgabe, Nachrichten zu produzieren, sondern zu transportieren. Wir stellen uns das arme Würstchen vor, das die Medien insgesamt als „Fake News“ verteufelt und zur Verbreitung eines oder mehrere der verteufelten Medien nutzt. Das erinnert an TV-Kaiser „Ein Teufelskreis!“. 

 

Entschuldigung, aber ich finde es lustig, wenn ich in medialen „Diskussionen“ nicht mehr herausfinde, welche Position der jeweilige Kombattant eigentlich vertritt. Nach intensivem Studium bleibt oft nur die Erkenntnis, dass die eine Seite die intellektuellen Fähigkeiten der anderen Seite nicht hoch einschätzt. Und dabei nicht einmal falsch liegt! Insofern haben beide recht. Das ist doch auch was! 

 

Nun zu meinem Geständnis: Ich habe doch auch keine Ahnung! Zumindest nicht so fundiert, wie ich es akzeptieren würde. Glaubwürdig erscheint mir jedoch die Behauptung, dass es sehr sehr viele Menschen auf der Erde gibt. Weil ich schon ganz schön viele davon selbst gesehen habe, glaube ich das. Ja, ich glaube sogar, das es noch mehr gibt als ich selbst gesehen habe. Einfach weil es mir logisch erscheint. Können wir uns darauf einigen? Gut! Jetzt stellen wir uns vor, es gäbe etwas zu entscheiden, was alle betrifft. Was kommt dabei heraus, wenn alle durcheinander reden oder jeder für alle entscheiden will? OK, Blödsinn. Weiß ich auch! Also hat man schon vor Urzeiten damit begonnen, die Sache zu organisieren. In Stämmen, Gemeinden, Religionsgemeinschaften, Staaten. Gruppen, die irgendetwas verbindet, Standort, Verwandtschaft, Glaube oder was auch immer, organisieren sich auf irgendeine Weise. Irgendwer, Einzelperson oder Gruppe in der Gruppe, übernimmt nun die Führung und sagt, wo es lang geht. Auf welche Art auch immer. Details würden an dieser Stelle zu weit gehen. Egal! Ich gehöre laut meinem Pass zur Gruppe der Deutschen und hätte, wenn ich in Deutschland leben würde, dort das Wahlrecht. Ich lebe aber, freiwillig, in Spanien und habe hier nur ein eingeschränktes Wahlrecht. Es ist also mein frei gewähltes Schicksal, dass andere Leute die Gruppe, also das Parlament, wählen, das über die Rahmenbedingungen meines Lebens entscheidet. Dabei habe ich das große Glück, dass ich selbst über meinen Standort entscheiden kann und damit über die Ausübung meiner Rechte. Weil ich viel gelesen habe und noch lese, ist mir bewußt, dass ich mich in einer sehr guten Lage befinde. Das war nicht immer so und ist nicht überall so. Deshalb bin ich eigentlich recht zufrieden. Grundsätzlich. 

 

Plötzlich ist Pandemie. Sagt man. Hunderttausende, Millionen sterben. Sagt man. Weltweit. Sagt man. Regierungen weltweit beschließen mehr oder weniger kluge Maßnahmen zur Bekämpfung. Mit mehr oder weniger Erfolg. Alle Staaten beschäftigen Leute für solche Fälle. Mit mehr oder weniger Expertise. Unterstellen wir, dass diese Leute das Problem zumindest bekämpfen wollen. Gegenüber dem Normalbürger von der Straße haben sie idealerweise eine Ausbildung, gebündelte Informationen und Befugnisse. Es mag ja nun sein, dass nicht alle Regierungen und Verwaltungsapparate in unserem Sinne legitimiert oder qualifiziert sind. Vielleicht sind sogar einige Informationen, die uns erreichen, falsch, geschönt oder dramatisiert. Man muss ja nicht alles glauben. Aber - mit Verlaub - wer deshalb nun alles nicht glaubt, verbessert seinen Durchblick damit auch nicht wesentlich. Was da plötzlich an wirklich hanebüchenem Unsinn in die Welt gepresst wird, lässt schon manchmal den Verdacht ankommen, dass das Virus zuerst das Hirn angreift und jede Selbstkontrolle ausschaltet. 

 

Erinnern wir uns: Mir ist derzeit in der EU keine Regierung bekannt, die sich an die Macht geputscht hat oder ohne demokratische Legitimation handelt. Selbst in der restlichen Welt überwiegen mehr oder weniger demokratisch entstandene „Obrigkeiten“. Es wäre schon sehr erstaunlich, wenn alle diese Regierungen, die ja wiederum aus vielen Tausend handelnden Einzelpersonen mit unterschiedlichsten Eigeninteressen bestehen, sich gemeinsam nicht nur auf das Ziel, sondern auch auf eine gemeinsame Methode geeinigt hätten, uns alle zu unterdrücken. Unterstützt werden die Regierungen durch Verwaltungen, Beamtenapparate, Ordnungskräfte, Institute usw., die zur Entscheidungsfindung beitragen oder Entscheidungen umsetzen. Sicherlich sind das nicht immer Idealbesetzungen. Andererseits beunruhigt mich der Gedanke, dass sämtliche Völker jahrzehntelang ihre gesamte Energie und ihre geballen Fähigkeiten darauf konzentriert hätten, debile Schwachköpfe an die Spitze zu bringen. Wenn das so wäre, dann hätten wir es wohl nicht besser verdient. Es ist aber nicht so! Trotz aller Schwächen leben wir so sicher und komfortabel wie nie zuvor. Natürlich ist es kein Schaden, permanent an der Verbesserung zu arbeiten. Perfekt wird es nie sein. Wenn heute irgendwelche Schreihälse Parolen brüllen „Merkel muss weg!“ „Allen Politikern die Bezahlung streichen!“ „Absetzen!“ „Einsperren!“ „Wir sind das Volk!“ „Grundgesetz!“ „Freiheit!“ „Meinungsfreiheit!“, dann können wir einfach  zurückbrüllen „Ihr habt es in der Hand!“ „Die nächste Wahl ist schon in Sicht!“ „Wählt bessere Leute!“ Tja, und wenn die Auswahl derer, die sich zur Wahl stellen, nicht zusagt, dann kann man sich ja selbst einbringen. Wir hatten ja schon festgestellt, dass alle gleichzeitig nicht handlungsfähig sind. Wenn sich jedoch die Mehrheit für eine Gruppe entschieden hat, die unsere Geschicke eine Zeit lang steuern soll, dann muss man sie auch machen lassen. Wenn jemand mit irgendwelchen Maßnahmen nicht einverstanden ist, dann macht das die Wahl nicht ungültig. Wenn es ganz schlimm wird, kann das Volk sogar vorzeitige Wahlen erzwingen. Auf demokratischem Weg. Wenn es dafür Mehrheiten gibt. Lautstärke bedeutet keine Mehrheit. 

 

Womit wir bei der Ordnung sind. Wir als Gesellschaft haben das Gewaltmonopol in die Hand des Staates gelegt und müssen uns darauf verlassen können, dass der es auch ausübt. Wenn heute dieser Staat befindet, dass es für die Sicherheit der Menschen wichtig ist, eine Maske zu tragen, dann muss ich das tun und der Staat muss diese Entscheidung durchsetzen. Tut er es nicht, dann gefährdet er die Sicherheit oder dokumentiert, dass es wohl doch nicht wichtig ist. Nun trifft also ein Polizist auf jemanden, der trotz Maskenpflicht keine Maske trägt. Er muss diese Ordnungswidrigkeit ahnden. Die Ordnung wiederherstellen. In unser aller Interesse. Mit einer Ermahnung, einem Bußgeld, einer Anzeige. Dann wäre die Ordnung wiederhergestellt und alles wäre gut. Weigert sich der „Ordnungswiderling“ nun aber, so wird aus der Ordnungswidrigkeit eine Straftat. Der Delinquent macht klar, dass er die staatliche Ordnung nicht anerkennt. Wenn der Staat sich nun nicht durchsetzt, führt das in die Anarchie. Zugegeben, ich fahre oft zu schnell. Eher selten wurde ich bisher geblitzt. Wenn die Beweislage klar ist, zahle ich, trage also die Folgen. Trage ich die Folgen nicht, führt das bis zur Haft und zum Führerscheinentzug. Das wissen alle und akzeptieren die meisten. Solch eine Eskalationsspirale müsste ja wohl in jedem Fall einsetzen, wenn sie nicht durch regelkonformes Verhalten verhindert bzw. unterbrochen wird. Für die Beteiligten ist die Eskalation leicht zu steuern, indem die Regeln, aber auch die Folgen klar und transparent sind. Halte ich mich an die Regeln ist alles gut. Wenn nicht, hat es Folgen. Trage ich die Folgen, ist alles gut. Trage ich die Folgen nicht, wird es schlimmer, usw. 

Moros y Winnetou 

Gelegentlich passiert es einfach - es drängt mich, einige Gedanken zu Speicher zu bringen. Vor längerer Zeit beschäftigte mich die Frage nach einem Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Dorfidioten und dem Auftauchen der Influencer. Früher konnte man ja einfach still vor sich hin dumm sein. Kaum jemand hatte es bemerkt, kaum jemanden hatte es gestört. Heute kann jeder Depp seine Dummheit in die Welt hinausposaunen und Gleichgesinnte finden, wobei „-gesinnte“ den Kern nicht ganz trifft, weil der Sinn ja gerade das Problem ist. Auch das wäre eigentlich harmlos, solange die Geistesfürze nicht von sich berufen fühlenden Wichtigtuern in Klima- und Lüftungsanlagen eingespeist und als neuer Modeduft angepriesen werden. Dieses Phänomen beschäftigt mich von Zeit zu Zeit. Damit wären wir bei Winnetou. 

 

2022 ist ein besonderes Jahr. In vielerlei Hinsicht. Z.B. wurde Karl May in diesem Jahr vor 180 Jahren geboren. Mein Vater vor 100 Jahren. Beide hätten sich nicht vorstellen können, dass Winnetou in diesem Jubiläumsjahr die mediale Aufmerksamkeit von einer Puffmutter namens Layla übernimmt. Wahrscheinlich wären beide sofort in die Mohren-Apotheke geeilt, um sich ein geeignetes Mittel gegen derlei Wahnvorstellungen zu beschaffen. Gut, es gab andere, durchaus unschöne, Begebenheiten während der Lebensspanne der Jubilare. Überwunden oder überwunden geglaubt. Mein Vater, immerhin, versicherte mir in meiner Kindheit glaubhaft, er habe sämtliche Werke von Karl May gelesen und ich eiferte ihm darin nach. Natürlich erinnere ich mich nicht mehr an jedes Detail, aber der bleibende Eindruck war der von gut erzählten Geschichten mit tapferen und ehrenhaften Helden und ruchlosen Schurken. Die Charaktere, auch und gerade der „Indianer“ waren so positiv gezeichnet, dass Generationen von Kindern sie zum Vorbild nahmen. Pierre Brice, Lex Barker und Marie Versini hingen in unzähligen Kinderzimmern als ausgeklappte und/oder zusammengeklebte Poster aus der „Bravo“. Wer darin eine, wie auch immer geartete, Verunglimpfung sieht, war nicht dabei. 

 

Später in meinem jungen Leben besuchte ich die Offiziersschule der Luftwaffe in Neubiberg bei München, wo ich einen Kameraden traf, der mich zu einer besonderen Verunglimpfung animierte: Er nahm mich mit in den „Hot Club de Munich“, ein Etablissement, das ein gewisser Nipso Brantner betrieb. Dort gab es Bier, daneben aber auch eben diesen Nipso Brantner, der seiner metallicgrünen Violine unglaublich schöne Töne entlockte. Darunter so provokante Titel wie „Czigan Swing“ und „Czigan Love Song“. (https://youtu.be/62i81CyK6io?si=LuU4aEvzHoIUN9gw) Er selbst nannte sich „Zigeunergeiger“. Unglaublich, nicht wahr? Vor einigen Jahren entdeckte ich ein Album von ihm im Internet und lud es freudig herunter „Gipsy Swing von Nipso Brantner & The Hot Club Munich“. Ein Genuß! Bis heute weiß ich nicht, ob er Sinti war oder Roma. Ich weiß aber, dass er tolle Musik gemacht und mir unvergessliche Abende damit gestaltet hat. Zuvor hatte er mit „Nipso Brantner & The Swinging Cowboys“ Anteil an der Entstehung der Countrymusic-Szene in Deutschland, wo er, der sich selbst Zigeuner nannte, z.B. mit dem Song „The Silvery Tomahawk“, kulturelle Aneignung an „Indianermusik“ betrieb. Und niemand fand das schlimm! 

 

Nun, schon etwas älter, lebe ich seit mehr als 20 Jahren an der spanischen Costa Blanca. Ich kann nichts dafür, aber wer sich über „kulturelle Aneignung“ echauffieren möchte, ist hier richtig. Hier können sich die Schlaumeier mal so richtig einen Wolf aufregen! Aber hallo! Immerhin haben die „Moros“ ihre Kultur sogar jahrhundertelang nach Spanien gebracht. Geradezu aufgedrängt! Übrigens nicht die schlechtesten Hinterlassenschaften, von denen u.a. Spanische Landwirte noch heute profitieren. Und, natürlich, die Tourismusindustrie. Nicht nur durch spektakuläre Immobilien wie die Alhambra in Granada, sondern auch durch die wachgehaltene Erinnerung an ihre Vertreibung. Zur Erinnerung kurz ein Exkurs zum Begriff „Moros“, „Mauren“, „Mohren“ usw.: Mauritius war ein römischer Offizier, der regelmäßig als dunkelhäutig dargestellt wird. Der Legende nach war er Christ und wurde hingerichtet, weil er sich weigerte, gegen Christen vorzugehen. Schon in der Frühzeit der Katholischen Kirche wurde er zum Märtyrer verklärt und als Heiliger verehrt. Daher wurden dunkelhäutige Menschen regelmäßig mit Abwandlungen dieses ehrenwerten Namens bezeichnet und Einrichtungen wie Kirchen, Klöster und Apotheken nach ihm benannt. Der Staat Mauretanien nennt sich übrigens „islamische Republik“ und die Bevölkerung gehört zu fast 100% dem Islam an. Dieser Mauritius ist eben recht beliebt. Wahrscheinlich verhandeln deutsche Schlaumeier auch dort und in Nigeria und Niger über Namensänderungen, um die deutsche Aufregerseele zu besänftigen. 

 

Nun aber zurück an die Costa Blanca! Jedes Dorf, das etwas auf sich hält, hat seine Fiesta. Klar! Fast jeder kleine Ort in dieser Gegend hat dazu noch die Fiesta „Moros y Cristianos“. Rund 400 Vereine pflegen diese Tradition, bei der es im Wesentlichen darum geht, die Vertreibung der Mauren, Moros, aus Spanien möglichst laut und farbenfroh nachzuspielen. Besonders prächtig treten dabei die Moros in üppigsten Phantasiekostümen auf, aber auch die Cristianos lassen es ordentlich krachen. Nicht nur bildlich gesprochen. Das Spiel läuft nach örtlich unterschiedlichen Regeln ab, Pferde, Esel und sogar Kamele treten auf. Es gibt Umzüge mit Musik und Schaukämpfen. Danach feiern dann die Darsteller beider Seiten zusammen und rauchen wohl auch mal gemeinsam eine Gitanes (französisch für Zigeuner, spanisch Gitanos, eine altehrwürdige Zigarettenmarke von Reemtsma, heute noch im Handel). Wirklich ein Erlebnis! Ein Riesenspaß für Teilnehmer und Zuschauer, die oft von weither angereist kommen. Nun warten wir also auf die deutschen Schlaumeier*innen, die sich der Sache annehmen und kulturelle Ordnung schaffen. Schaun wir mal! Natürlich kann das erst etwas dauern und geht dann ganz schnell. 

 

Siehe Ursus und Nadeschkin. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber! Ein köstliches Schweizer Komikerduo, das seit rund 35 Jahren die Menschen beglückt. Dabei tritt der weibliche Part, Nadeschkin, mit einer Rastaperücke auf. Ja, tatsächlich! Seit Jahrzehnten! Als Schweizerin! Unglaublich! Jahrzehntelang blieb diese kulturelle Aneignung unbemerkt. Bis auch hier das unbarmherzige Auge eines sonst unwichtigen Menschen Wichtigkeit verspürte. Tatsächlich musste das Duo auf entsprechende Anfeindungen reagieren. Das taten sie ganz cool und wiesen auf die grassierende kulturelle Aneignung italienischen Kulturguts hin. Schließlich wurde die Pizza von italienischen Gastarbeitern mitgebracht und diese waren anfangs nicht sehr freundlich behandelt worden. Auch in der Schweiz. Und dann haben wir uns auch noch ihr Kulturgut Pizza angeeignet. Schande über uns! 

 

Ja, es ist tatsächlich eine Schande. Nicht unbedingt die Aufschreie von aufmerksamkeitsgierigen Schlaumeier*innen. Deppen gab es und wird es immer geben. Siehe auch die anfangs erwähnte Karriere der Dorfidioten. Nein, die Schande besteht darin, dass diese kleinen Schwänze mit den Hunden wedeln und diese fleissig mitmachen! Plötzlich nimmt ein renommierter Verlag Kinderbücher über Winnetou vom Markt, weil einige Spinner etwas dagegen haben, während der dazugehörige Film als besonders wertvoll gefördert wird. Die große ARD, die wahrlich andere Baustellen hätte, nimmt Winnetou-Filme aus dem Programm. Andererseits benutzt man die unsäglich verballhornte Gendersprache entgegen dem erklärten Willen der überwältigenden Mehrheit der Zuschauer. „Bildungsauftrag“ oder „Verbiegungsauftrag“? Auftrag von wem? Kürzlich habe ich die Lektüre eines gut beurteilten Fachbuchs trotz großen Interesses entnervt abgebrochen, weil ich es wegen der überall verwendeten Gendersternchen einfach nicht vernünftig lesen konnte. Wenn man heute hört, in einer Nachrichtensendung habe jemand von Fachkräft*innen gesprochen, dann weiß man nicht einmal mehr, ob jemand sich einen Witz erlaubt hat, oder der Schwachsinn sich weiter ausbreitet. So dominieren geifernde Minderheiten die Mehrheit, weil deren Vertreter zu feige sind, Klartext zu reden und Flagge zu zeigen. Damit schaffen sie Raum für die Leute mit den einfachen Lösungen und den bösen Absichten. Hatten wir schon mal. 

 

Was bleibt, ist die Weisheit eines lebenserfahrenen Mannes, der nach lautem „Palim Palim!“ Pommes in der Flasche verkauft hat: Didi Hallervorden empfiehlt zu diesen Leuten, sie nicht ernst zu nehmen „Köstlich darüber amüsieren!“ 

 

P.S.: Große Sorge um das Oktoberfest! Es steht zu befürchten, dass Scharen von Asiaten und gar Berlinern in Ausübung massiver Kulturaneignung wieder in Lederhosen auftauchen werden. 

Ich war das mit dem Klimawandel

Mein erster Diesel war ein Mercedes 200 D „Strich 8“, den ich 1975 als Jahreswagen von einem Werksangehörigen kaufen konnte. Das war ein Erfolg, denn damals gab es jahrelange Lieferzeiten für Mercedes. Fast gleichzeitig bestellte ich einen Mercedes Neuwagen, der erst 1980 zur Auslieferung kam. Der Motor holte aus 4 Zylindern und knapp 2 Litern Hubraum sensationelle 55 PS und beschleunigte damit in sportlichen 31 Sekunden auf 100 km/h. Bei ca. 130 km/h war Schluss mit der Beschleunigung. Hinten qualmte es dann schon heftig bei dieser atemberaubenden Geschwindigkeit. Überholvorgänge wollten wohlgeplant sein. Einfach Gas geben half nicht so wesentlich weiter. Trotzdem hatte ich nach drei Renaults damals endlich ein Auto, an dem nichts klapperte und alles funktionierte. Auf einer Urlaubsreise 1976 in den hohen Norden Schwedens erreichte er sogar fast seinen angegebenen Normverbrauch von rund 8 Litern. Bei freien Landstraßen und durchgehender Begrenzung auf 80 km/h war das erreichbar. Auf deutschen Autobahnen „voll ausgefahren“ ging es locker über 10 Liter. Ich hatte den Wagen 5 Jahre lang und war damit sehr glücklich. 

 

Auf der Schwedenreise bot sich damals in den Wäldern am Polarkreis ein erschreckendes Bild. Bäume waren abgebrochen und die toten Stämme ragten halbhoch aus dem Unterholz. Wir konnten uns das zunächst nicht erklären und erfuhren später, dass die Industrieabgase aus Mittelengland die Ursache seien. Dort hätte man die Schornsteine immer höher gebaut, damit die Abgase nicht störten und sich erst in weiter Ferne auswirkten. Eben in der vermeintlich unberührten Natur Nordschwedens. Da fehlte ich mit meinem stinkigen Diesel gerade noch. 

 

Seit nunmehr über 50 Jahren wirke ich mit meiner Teilnahme am verbrennungsmotorisierten Straßenverkehr an der Ausrottung der Menschheit mit. Erfolglos! Dabei habe ich mich wirklich bemüht. Nach meinem dreckigen Diesel habe ich auch Autos gefahren, die bis zu 20 Liter verbleiten Superbenzins in giftige Abgase umgewandelt haben. Eben auch das Auto, das ich 1975 bestellt hatte, einen wunderschönen 280 SE. Mit diesem fuhr ich 5 Jahre über 120.000 km. Ich verkaufte ihn dann nach Florida. Mit meiner ungezügelten Fahrweise habe ich ganze Reifen- und Bremsbelagsätze innerhalb von jeweils weniger als 20.000 km in besten Feinstaub verwandelt. Alles vergeblich. Seit ich Auto fahre, ist die Lebenserwartung der Menschen in meinem Wirkungsgebiet um durchschnittlich mehr als 5 Jahre gestiegen. Umgerechnet (nach der Rechenmethode der Regierung) wären also rund 100.000 Menschen pro Jahr nicht gestorben. Ein Desaster für die Rentenversicherung! Selbst der Wald hat sich erholt. Hier und am Polarkreis. 

 

Heute fahre ich wieder einen Diesel. In seinem siebten Lebensjahr. Einen furchtbaren Umweltverschmutzer. Euro 5 „Bluemotion“ mit allerlei Maßnahmen, damit er nicht gar so stinkig ist. Damals hochmodern. Er holt mit seinen 6 Zylindern bescheidene 245 PS aus 3 Litern Hubraum und beschleunigt in 7,6 Sekunden auf 100 km/h. Die Beschleunigung endet bei rund 220 km/h. Dafür ist er erheblich geräumiger, komfortabler und fast doppelt so schwer, verglichen mit meinem alten 200er. Bei einer langen Landstraßenfahrt mit maximal 80 km/h schafft er locker seinen Normverbrauch von 7,2 Liter. Im Alltag sind es knapp 10 Liter, auf ruhiger Autobahnfahrt bis rund 140 km/h bleibt er sogar unter der magischen 8-Liter-Marke. Mir gefällt der Wagen, er fährt und sieht aus wie neu und ich könnte ihn gut und gerne noch 10 Jahre lang nutzen. Das wiederum gefällt Umweltpolitikern nicht. Denen gefiele es besser, wenn ich ihn verschrotte und mir ein neues Elektroauto kaufe. Mit neuem Stahl, Aluminium, Gummi, Plastik, Glas, seltenen Erden, Edelmetallen, Lithium, Chemie usw. hergestellt. Alles mit viel Energie und Umweltbelastung gewonnen und verarbeitet. Dann brauche ich nur noch Steckdosen. Viele Steckdosen! Und Strom. Moment mal - verschrotte? Nein, solche unverwüstlichen Autos, zumal mit Allradantrieb, werden gern nach Afrika verkauft und verpesten dort noch viele Jahre die Luft. Die haben dort nämlich eine andere Erdatmosphäre. 

 

Ein schönes Erfolgsmodell ist die Landstromversorgung von Schiffen. Die ist im Bereich der Großschifffahrt bisher wenig verbreitet. Warum? Einerseits ist die Infrastruktur dafür sehr aufwendig. So eine schwimmende Kleinstadt als Kreuzfahrtschiff braucht eine ziemlich große Steckdose. Auch Containerschiffe, die Hunderte bis Tausende von Kühlcontainern mit Strom versorgen müssen, saugen heftig an der Stromleitung. Es gibt aber noch einen Grund: Der Wirkungsgrad eines Dieselgenerators ist höher als der eines Braunkohlekraftwerks. Sauberer ist er auch. So gesehen sind die Dieselgeneratoren an Bord des Schiffes nicht unvernünftig. In Hamburg holt man deshalb versuchsweise erstmals den Strom für Schiffe nicht aus der Leitung, sondern von einer Barge, einer schwimmenden Gasgeneratoranlage, die mit Flüssiggas noch sauberer arbeitet. Testweise bisher für ein Schiff, AIDASol. 

 

Vielleicht sollte man einfach an einem ruhigen Plätzchen weiter nachdenken. Warum nicht bei einem Picknick im Hambacher Forst? Wenn der nicht inzwischen für den Braunkohlenabbau abgeholzt wird.
(Das war vor 6 Jahren, mein Diesel ist heute 12 Jahre jung)

Trägt Gott Armani? 

Manchmal bedarf es verschiedener Anstöße, um bei mir Gedanken auszulösen, die vordergründig nichts mit ihnen zu tun haben, aber doch den Blick auf den ganz großen Plan lenken. Bereits in früheren Betrachtungen habe ich ja Zusammenhänge zwischen Ereignissen beleuchtet, die für die große Masse der nicht Erleuchteten im Dunkel bleiben. So auch jetzt. 

 

Es waren hauptsächlich zwei Informationen, die, scheinbar zusammenhanglos, die Zahnräder in Gang setzten. Einmal erfuhr ich von einem Besuch, den eine Bewohnerin des Betreuten Wohnens, dessen Gründer ich war, unerwartet bekommen hatte. Da die Bewohnerin zu eigenen Aktivitäten kaum noch selbständig in der Lage ist, kümmert sich die Tochter seit Jahren liebevoll und engagiert um ihre Belange. So reklamierte die Tochter denn auch den aus ihrer Sicht unerwünschten Besuch von zwei Damen, die sich traditionell als Erweckende nicht nur selbst sehen, sondern auch aufdrängen. Wir kennen Sie alle, wie sie an Ecken, auf Plätzen oder sonstwo stehen und nicht nur den Weckruf in Form einer Zeitschrift feilbieten, sondern auch eine weitere Publikation, die nach einem Gebäude benannt ist, von dem aus Weckrufe ergehen können. Manchmal tun mir diese Leute Leid, wie sie so armselig und verlassen dastehen und auf das Ende der Welt warten. Manchmal gehen sie mir aber auch auf den Wecker, wenn sie ihre Überzeugungen in recht penetranter Form verbreiten wollen. Doch dazu später. 

 

Daneben las ich in einem Medium, das früher der Gesichtserkennung für Studenten diente, die besorgte Frage einer Teilnehmerin, ob denn ein bestimmter Campingplatz in Kroatien für Nudisten zugelassen sei. Sie fragte sogar ausdrücklich nach dem Begriff „FKK“, der eine deutsche Abkürzung für „Freikörperkultur“ ist. Also geht es eher um eine kulturelle Errungenschaft als um das bloße Fehlen von Bekleidung. Sie war sehr besorgt vor einem Kulturschock, der sie ereilen könnte, wenn sie unvorbereitet mit einer solchen Situation konfrontiert wäre. Da ihr der Mut fehlte, ihre Anfrage direkt an den mutmaßlichen Sündenpfuhl zu stellen, erkundigte sie sich öffentlich und ließ dabei durchblicken, dass die Begegnung mit nackten Menschen  für sie wohl die schrecklichste aller Urlaubserfahrungen darstellen würde. Daraufhin, wie bei einem Thema derart epochaler Bedeutung nicht anders zu erwarten, hagelte es Kommentare. Weniger Antworten auf die an sich einfache Frage als Einblicke in die Befindlichkeiten der Kommentatoren. Einige waren eher auf dem Weg von Sodom nach Gomorrha unterwegs, teils sogar schon in Gefahr, zu Salzsäulen zu werden. Andere befassten sich mehr mit ästhetischen Aspekten und befanden, dass ein Mensch ohne Hose weniger schön sei als einer mit. Eine große Aufgabe für eine Hose! Wieder Anderen war es egal, es war ihnen allerdings wichtig, dies zu verkünden. Der Ton teils mild, teils ätzend. Ein Thema, das die Welt bewegt! Und mich erst! 

 

Beginnen wir mit den Erweckungsspezialisten. Sie stehen ja nicht nur tatenlos herum, sondern greifen auch aktiv an. Machen sich an Haus- und Wohnungstüren bemerkbar und begehren Einlass. Der Anlass soll das Gespräch über Gott sein. Weiterhin dann über den bevorstehenden Weltuntergang und die erforderliche Vorbereitung darauf. Ohne entsprechende Vorbereitung oder Erfahrung lässt man sie und sich auf ein Gespräch ein. Man ist ja höflich und die Leute wirken so harmlos und gesprächsbedürftig. Und hartnäckig. Der weitere Verlauf hängt von der Eloquenz der Besucher und Besuchten und deren Widerstandsfähigkeit ab. Zumindest erfährt man Details über das bevorstehende Jüngste Gericht und die Gewissheit, dass die Erwachten nicht nur ein Freispruch erwartet, sondern auch weitere Annehmlichkeiten als beste Freunde das obersten Richters. Wer sich nicht sofort überzeugen lässt, erhält zum Abschied wichtige Informationen in Schriftform mit der Aufmachung und dem Duktus von Kinderheften. Zum Selbststudium. Ein ähnliches Erlebnis liegt bei mir Jahrzehnte zurück. Ich war ja nun gewarnt und konnte entsprechende Attacken in den Folgejahren abwehren. Wirklich überrascht war ich allerdings als ein solcher Sturmtrupp eines Tages vor meinem spanischen Wohnsitz auftauchte und Einlass begehrte. Geschützt durch eine solide, blickdichte Mauer fragte ich nach dem Begehren und erfuhr auf Deutsch(!), dass man mit mir über Gott reden müsse. Ich entgegnete, dass ich nicht über andere Leute reden wolle und war insgesamt recht unwirsch, worauf sich die Seelenfänger zurückzogen. Wir sahen in den nächsten Tagen entsprechende Zweierteams, meistens ein älteres Semester mit einem Azubi, die von Tür zu Tür zogen und ähnliche Erlebnisse wie bei uns sammelten. So stellte es sich uns dar.  

 

Nun aber frage ich mich, ob ich nicht doch das Gespräch suchen sollte. Es sind Fragen offen. Zum Jüngsten Gericht, dessen Ablauf und den Vorbereitungen. Insgesamt stelle ich mir auch schon das Erweckungsgespräch amüsant vor. Ich gestehe nämlich, nicht zum ersten Mal, dass meine liebe Frau und ich seit nunmehr rund 54 Jahren Kulturschaffende sind. Freikörperkulturschaffende! Wie es dazu kam, habe ich an anderer Stelle erläutert. Nur soviel: Es ist schwer einsehbar, zum Baden oder Schwimmen etwas anzuziehen, was man danach wechselt, trocknet usw. Insbesondere, wenn man allein und unbeobachtet oder unter Gleichgesinnten ist. Auf unserem Grundstück sind wir allein und unbeobachtet. Und gleichgesinnt. Jetzt stehen also die Erwecker vor der Tür und ich öffne. Was sehen Sie? Gottes Ebenbild! Mich, wie mich Gott erschaffen hat! Die Idee ist nicht von mir. Das habe ich schriftlich. Mehrfach!  Nachzulesen in der Bibel, Genesis 1,26: „Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich … Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.“ Die Aussage wird, leicht abgewandelt, an mehreren Stellen wiederholt - Genesis 5,1, Genesis 9,6, 1.Buch Moses 1,26-27 und vielen weiteren Fundstellen. Übrigens sagt er „Lasst uns Menschen machen als unser Bild. …“  „uns“ und „unser“! Er verabredet also mit seiner Frau, dass auch ein weibliches Ebenbild geschaffen wird. Dass Gott kein Problem mit Frauen hat, sehen wir ja schon an der Sache mit Maria … Wollen wir hier lieber nicht in die theologischen Tiefen vordringen. Die Aussagen sind eindeutig! Es ist also durchaus in Ordnung, wenn wir uns im Spiegel betrachten und ein klein wenig stolz sind auf das, was wir da sehen. Wer nun meint, sich zu meiner stattlichen Figur äußern zu müssen, der sei daran erinnert, dass auch mein Appetit Teil der göttlichen Schöpfung ist. 

 

So, jetzt stehen also die Vorboten des jüngsten Gerichts vor meiner Tür und sollten erfreut sein über den göttlichen Anblick, der sich ihnen bietet. Nehmen wir an, sie seien bibelfest und treten ein. Höflich, wie ich bin, biete ich ihnen die Garderobe an, damit sie sich ebenfalls in den gottähnlichen Zustand versetzen können. Dazu noch eine kaltes oder heißes Getränk, vielleicht etwas Gebäck und schon kann die Vorbereitung auf das jüngste Gericht beginnen. Zuerst die Kleiderordnung. Wir kamen auf die Welt „wie uns Gott erschaffen hat“. Nach seinem Bild! Sollten wir uns nun für die Verhandlung herausputzen? Der Vorsitzende sitzt da, wie er uns erschaffen hat und wir kommen im guten Zwirn? Overdressed? Wäre es nicht etwas unverschämt, ihn nun mit unserem Outfit toppen zu wollen (keine Angst, er versteht Anglizismen!)? Wenn wir im Boss-Anzug auftauchen, müsste er doch mindestens mit Armani? Oder maßgeschneidert? Er ist doch wohl nicht überheblich, oder? Schöpfer, nicht Angeber! Die Alltagsuniform seiner irdischen Zeugen jedenfalls lässt eine gewisse Bescheidenheit erkennen. Im Originalzustand, gern auch „Adamskostüm“ oder „Evaskostüm“ genannt, sehen sie doch ganz normal aus. Behaupte ich einfach. Den Unterschied zu Normalmenschen erkennt man ja nun nicht mehr. So schlimm ist das Design gar nicht, dass man sich über die Kultur freier Körper aufregen müsste. Wie auch immer - ich meine, dass ein solches Gespräch für beide Seiten erhellend sein könnte. Ob sie dann öfter vor unserer Tür stehen? Wer weiß?

Waffeln und Pfeifchen 

Seit dem 1.11.2024 ist das neue Selbstbestimmungsgesetz in Kraft. Endlich! Damit kann nun jeder erwachsene Mensch, ohne Angabe von Gründen oder irgendwelche Nachweise, verlangen, dass sein Geschlechtseintrag in den Registern und Ausweispapieren geändert wird. Von Mann nach Frau oder umgekehrt. Oder nirgendwo hin. So oft, wie die Person das Bedürfnis überkommt. Allerdings nur einmal pro Jahr, nur leicht gehemmt durch eine Wartezeit von jeweils 3 Monaten. Für Jugendliche sind die Eltern zuständig, im Zweifel das Familiengericht. Übrigens können Eltern nun einen neugeborenen (biologischen) Jungen als Mädchen eintragen lassen und umgekehrt und sich dann per Erziehung bemühen, das betroffene Wesen davon zu überzeugen. Gelingt dies nicht, kann das Mensch diese Entscheidung ab dem 5. Geburtstag anfechten. Bereits zuvor gab es Gerichtsentscheidungen zum Umgang mit Menschen, die keine Angabe zu Geschlecht machen wollten oder sich als „divers“ fühlen. Deutschlandweit immerhin zusammen 2.228 Personen. Rund 0,002693 Prozent der Bevölkerung (Zensus 2022). Fast so bedeutend wie die Zahl der Bundesdeutschen Kleingärtner. Davon gibt es nämlich gerade mal knapp eine Million, also nur rund 440 Mal so viele. Wir erinnern uns an die Bestrebungen, Schulen für den signifikanten Bevölkerungsanteil der Menschen unbestimmten Geschlechts mit einer dritten Toilette auszustatten.  Aktuell begnügt man sich überwiegend damit, auch die Herrentoiletten mit Spendern für Tampons und Damenbinden (Herrenbinden? Wohin steckt der Herr den Tampon?) auszustatten. Logischerweise können die Herausgeber von Formularen gerichtlich gezwungen werden, neben der Einstufung als Mann oder Frau ein drittes Geschlecht vorzusehen oder die Möglichkeit zu geben, das Feld freizulassen. Wir denken an die „Pflichtfelder“, die zwingend ausgefüllt werden müssen, bevor es weitergeht. In einem konkreten Rechtsfall war es darum gegangen, dass die Software der Bahn lediglich die Wahl zwischen „Herr“ und „Frau“ zugelassen hatte und die Fahrkartenbuchung zum Abschluss auf der Auswahl nur einer der Möglichkeiten bestand. Die Fahrantragsperson hätte also lügen müssen, um eine Fahrkarte zu bekommen. Ich erinnere mich an einen peinlichen Zwischenfall mit meiner spanischen Sekretärin. Ich hatte sie, gefangen in deutschen Gepflogenheiten, mit Señora angesprochen, weil in Deutschland die Anrede „Fräulein“ ja verpönt ist. Sie war empört. „Bin ich etwa eine alte Frau? Ich bin unverheiratet, also eine Senorita!“ Auch das noch! Altweiblich oder jungweiblich. Noch ein Geschlecht! Eine weitere Falle lauert: Sollten Sie Herrn Müller, der sich nun als Frau Müller fühlt, versehentlich mit „Herr Müller“ anreden, so verstoßen Sie damit gegen das „Offenbarungsverbot“. Sie hätten dann ja verraten, dass er/sie/es vorher ein Mann war. Selbst, wenn Sie das unbeabsichtigt tun, z.B. weil Sie nicht in seinen/ihren Ausweis und/oder die Hose geschaut haben, droht ein Bußgeld bis zu 10.000 Euro, falls sich er/sie/es, dadurch schlecht fühlt. 

 

Grund genug, dass der Deutsche Sauna Bund Ende Dezember 2024, weniger als zwei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes, mit einem Rundschreiben für Klarheit sorgt. Es geht um den Zugang zu „geschlechtsspezifischen Bereichen“ „Zum Zugang in diese, insbesondere auch die Frauensauna, sind nur Personen berechtigt, deren primäre Geschlechtsmerkmale entsprechend sind.“ …  „Der Gast kann freiwillig sein primäres Geschlechtsteil vorweisen, um Missverständnisse auszuräumen.“ Es geht also um dass, was meine Mutter bei mir verschämt „Das Pfeifchen“ nannte. (Womöglich schwebte ihr dabei schon eine bestimmte spätere Nutzung vor.) Das mag ja bisher ganz lustig sein. Nun aber kommt die zuvor erwähnte Frau Müller zur Frauensauna und kann nur ein Pfeifchen vorweisen. Was ist jetzt mit dem „Offenbarungsverbot“? Gilt hier ein „Offenbarungsgebot“? Beweislastumkehr? „Frau Müller, damit kommen Sie hier nicht rein, in die Frauensauna! Sie sind ja, weil erkennbar mit Glied, kein Mitglied der zugelassenen Zielgruppe.“ Und damit eindeutig offenbart. Verbotswidrig! Jetzt gilt es, die Seelenqualen des Einlasskontrollpersonals gegen die der einlassbegehrenden Person abzuwägen. Womit wir bei der Waffel wären. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, dass gewählte Politiker sich mit der Vorbereitung eines weiteren Gesetzes befassen. Es geht um das „Waffelfreiheitsgesetz“ (Arbeitstitel), das festschreiben soll, dass jede/r/s nicht nur das Grundrecht auf eine eigene Waffel hat, sondern auch darauf, an seiner Waffel zu haben, was er/sie/es will. 

 

Wer erinnert sich noch an die markante Erscheinung und Stimme von Hans-Joachim Kulenkampff? „Drei Dinge braucht der Mann: Feuer, Pfeife, Stanwell!“ Genau, kein Pfeifchen, sondern eine Pfeife. Erwachsen. Mann. Werbefernsehen in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Unvergessen auch die unzähligen Werbespots von Loriot zum selben Thema:  https://youtu.be/RNuYakTO8mI?si=uBhDxuOemo2iwpk7 Da kannte man sich aus. Klare Verhältnisse! Nicht auszudenken, wo Menschen wie Kulenkampff und Loriot heute mit derartigen Aussagen landen würden. Bei Clementine im Vileda Putzregiment? 

 

Nicht, dass Sie jetzt denken, ich wolle mich über wen oder was lustig machen. Muss ich gar nicht! Ernstgenommenwerdenwollende Menschen haben nun den Begriff „Misgendern“ geprägt. Für die Missetat, jemanden mit dem falschen Geschlecht anzureden. „Meldestellen für Antifeminismus“ sammeln, unterstützt mit öffentlichen Mitteln aus dem Familienministerium, Denunziationen zu Menschen, die sich offen gegen „gendern“ äußern. Man kann ja schon anfangen, Beweise zu sammeln, um solche Volksschädlinge später einzufangen, wenn der Wahnsinn sich vollends durchgesetzt hat. Weil derlei Absurditäten meine Phantasie anregen, habe ich auf der Homepage des „Verbands Deutscher Bartclubs“ recherchiert, ob dessen Aufnahmerichtlinien möglicherweise die Aufnahme von Bartträgerinnen behindern oder, ob vielleicht deshalb dringend benötigte öffentliche Fördermittel nicht gewährt werden. Immerhin ist der Bartclub „Belle Moustache“ aus dem Großraum Stuttgart nach eigener Angabe als gemeinnützig anerkannt. Wenn Schneewittchen heute aus Gleichstellungsgründen von einer Schauspielerin mit dunkler Hautfarbe gespielt wird, kann sich doch das Spieglein an der Wand nicht vor einem vollbärtigen Aschenputtel (so hieß Cinderella vor Disney) verschließen. Mir jedenfalls ist das Wurst. Nicht wahr, Conchita?