Jung-Unter-nehmer
Schön, wenn man sich etwas leisten kann. Ohne bitten und betteln zu müssen. Das verstand der junge Wolff unter Lebensqualität. Wenn einem nichts geschenkt wird, muss man selbst etwas tun. Lebenslänglich.
Kinderarbeit?
Pressearbeit
Wie erwähnt, hatte meine finanzielle Ausstattung keine Priorität für meine Eltern. Mit 14 fing ich daher an, für den Heinrich Bauer Verlag Zeitschriften auszutragen. Quick, TV Hören und Sehen, Neue Post und, ganz wichtig, weil lukrativ, Neue Mode. Das war eine teure Zeitung, die mir pro Stück 30 Pfennig brachte. Anders, als die mickrige Neue Post mit 5 Pfennig pro Auslieferung. Jede Woche bekam ich per Post mehrere Riesenpakete mit Zeitschriften, die pünktlich beim Kunden sein mussten. Bei Wind und Wetter, in der ganzen Stadt verteilt. Kunden mit und ohne Hund, der mich fressen wollte. Eine (gerade mal eine!) Kundin öffnete mir mit verrutschtem Bademantel und ich konnte damit nichts anfangen, ich Depp. Für jeden Kunden gab es pro Zeitschrift eine Karte mit Kästchen für jede Heftnummer. Kreuzchen im Kästchen hieß bezahlt, Kreis hieß zugestellt. Kreuzchen im Kreis bedeutete zugestellt und bezahlt. Leer hieß nicht angetroffen oder noch nicht dort gewesen. Am Ende der Lieferwoche rechnete ich alle ausgelieferten Zeitschriften per Postzahlkarte mit dem Verlag ab, schickte die Remittenden zurück und wartete auf die nächste Lieferung. Damals lernte ich, Münzen zu rollen, weil der unfreundliche Mann am Postschalter kein Kleingeld annehmen wollte. Anstrengend, aber ich war finanziell unabhängig. Etwa zu dieser Zeit hatte ich zu Hause den pädagogischen Rohrstock genommen, über dem Knie zerbrochen und meinen Eltern erklärt, dass mich nie wieder jemand schlagen würde. Dabei blieb es. Bis heute.
Logistik
Mit 15 hatte ich die Gelegenheit, in den Ferien etwas mehr zu verdienen. Ich fand einen Job bei einer Holzhandlung am Hafen, wo es ein Frachtschiff mit einer Holzladung aus Skandinavien zu entladen gab. Zu Anfang betrachteten mich die anderen Arbeiter als dummen Schüler. Als das Schiff nach etwa einer Woche leer war, hatte ich mir ihren Respekt erworben. Das Lager war nun übersichtlicher und logischer organisiert, die Wege kürzer und die Arbeit war für alle wesentlich erleichtert.
Verkehrswesen
Im Anschluss fand ich einen Job bei einer Tankstelle. Für 1,20 DM pro Stunde pflegte ich Autos. Der Kunde bezahlte 6 DM für eine „Esso Systempflege“, für die ich ziemlich genau eine Stunde brauchte. Dafür wurde der Wagen von Hand gründlich gewaschen, streifenfrei abgeledert, Scheiben von innen und außen geputzt (die Seitenscheiben wurden dazu ein paar Zentimeter heruntergekurbelt, die oberen Ränder geputzt, wieder hochgekurbelt und dann noch einmal geputzt), ausgesaugt inklusive Polster, Staub vom Armaturenbrett gewischt, Türrahmen ausgewischt, Gummiteile (Reifen, Pedale) mit Gummimilch behandelt. Wehe, es war noch ein Stäubchen oder gar ein Wassertropfen auf der verchromten Stoßstange zu sehen! Wenn die Hände schmutzig waren, wusch man sie mit Benzin aus der Tanksäule oder mit Kaltreiniger. Machmal brannte das etwas, weil die Haut durch Frost und permanente Nässe aufgeplatzt war. Wenn mich heute ein Kannibale verspeist, wird er wahrscheinlich auf der Stelle tot umfallen von all den Schadstoffen, die mein Körper im Laufe der Jahre gespeichert hat. Später war ich fit für kleinere Reparaturen, Inspektionen, Reifenwechsel, Auswuchten usw. Diesen Job hatte ich neben der Schule, bis ich meine Ausbildung bei der Sparkasse begann. Zwischenzeitlich übernahm der Tankstellenbesitzer eine Agentur für eine Autovermietung „SU (Selbstfahrer Union) und Carop Autovermietung“, später hieß sie Interrent, heute Europcar. Nun mussten Autos bewegt, abgeholt und zugestellt werden. Manchmal quer durch Deutschland. Weil ich keinen Führerschein hatte, ich war inzwischen Ende 17, bot mir der Chef einen Deal an. Ich sollte drei Sonntagsdienste an der Tankstelle ableisten und er würde mir den Führerschein finanzieren. Begeistert schlug ich ein. 7 Fahrstunden später bestand ich darauf, endlich zur Prüfung zugelassen zu werden. Schließlich hatte ich eine Riesenerfahrung im Umgang mit Autos. Ich hatte unzählige Runden auf dem Garagenhof gedreht, eingeparkt, rangiert. Um beispielsweise beim VW Käfer den Tacho zurückzudrehen, musste ich die gleiche Strecke jeweils rückwärts fahren. Das übt! Die wichtigste Neuerung im realen Straßenverkehr war für mich nur die Notwendigkeit, höher als in den zweiten Gang zu schalten. Die Theorie war kein Problem. Schließlich hatte ich schon den Führerschein Klasse 4 für mein Moped und kurz zuvor meinem Vater bei der Vorbereitung zu seiner Prüfung für seinen Führerschein Klasse 3 geholfen. Witzig wurde die Fahrprüfung im Februar 1969. Ich hatte mir kurz vorher beim Handball einen Halswirbel gebrochen und war mit unverschämtem Glück einer Querschnittslähmung entgangen. Es war der gleiche Bruch wie später bei „Superman“ Christopher Reeves, aber mein Genick war wohl stabiler. Dafür trug ich wochenlang einen massiven Gipspanzer über den ganzen Oberkörper, mit dem mein Kopf fixiert war. Es sah lustig aus, wenn ich mich zum Parken und rückwärts Fahren umdrehen musste. Außerdem waren die Straßen und, vor allem, die Straßenränder mit angefrorenem Schnee und Schneematsch bedeckt. Als der Fahrprüfer mich aufforderte, am Straßenrand einzuparken, sagte mein Fahrlehrer zum Prüfer „Aber Sie schieben, wenn er sich festfährt!“ Das war natürlich kein Problem für einen erfahrenen Fahrer wie mich und für den VW Käfer. Schwierig wurde es erst, als ich bestanden hatte. Der Prüfer konnte mir den Führerschein nicht aushändigen, weil ich erst 17 war. So musste ich noch einige Tage ungeduldig bis zu meinem Geburtstag warten und konnte mir den Führerschein dann im Straßenverkehrsamt abholen.
Anatevka
„Wenn ich einmal reich wär …“ Das wohl bekannteste Lied aus dem Musical Anatevka. Anfang 1968 erstmals in Hamburg aufgeführter Welterfolg. Das hätte der stramme Jüngling, gerade 17 geworden, gern erlebt. Er war aber nicht reich und Hamburg war weit weg für einen 17-jährigen Schüler. Rund 250 Kilometer von Wilhelmshaven. Bis Bremen damals noch ohne Autobahn. Allerdings war dieser Schüler inzwischen daran gewöhnt, seine Probleme selbst zu lösen und seine Wünsche aktiv zu verwirklichen. Was tat er also? Er rief in Hamburg beim Operettenhaus an und ließ sich den Spielplan mit den Kartenpreisen schicken. Damals alles per Papierpost. Nix E-Mail, nix Internet! Dann rief er bei Bluhm Busreisen an und fragte, wieviel ein Bus nach Hamburg hin und zurück kostete. Zur Verfügung stand nur ein ausgewachsener Reisebus mit 54 Plätzen. Der Preis pro Person wäre tragbar. Fehlten nur noch 53 mitzahlende Personen. Der freche Harald ging also zum Schuldirektor (mit dem er eigentlich kein besonders gutes Verhältnis hatte). Ob er wohl einen Aushang mit dem Kulturreiseangebot in der Schule machen durfte. Er durfte.
Der frischgebackene Reiseunternehmer wählte einen Termin für eine Nachmittagsvorstellung aus, reservierte 54 Tickets, berechnete die anteiligen Buskosten pro Person und „kalkulierte“ das Angebot. Nun schnitt er ein Bild aus der Zeitung aus, gestaltete damit und mit den Eckdaten ein handgemaltes Plakat und hängte dieses in der Schule aus. Tatsächlich meldeten sich 53 Teilnehmer, darunter auch mehrere Lehrer. Alle waren begeistert von dem einmaligen und innovativen Angebot (1968!). Die Tickets wurden hinterlegt und waren zahlbar bei Abholung. Der Bus musste nach Rückkehr bezahlt werden. Die Teilnehmer zahlten beim Einstieg in den Bus. Alles geregelt!
Der Morgen der Abfahrt kam, der Bus auch. Die Reisenden waren vor der Schule versammelt. Leider nur 48 Personen. Einige hatten wohl verschlafen, plötzlich keine Lust, kein Geld oder andere Probleme. Die hatte jetzt der Veranstalter jetzt auch. Finanzierungslücke! Egal - Abfahrt! Einige Stunden später kam eine gut gelaunte und erwartungsfrohe Truppe in Hamburg auf der Reeperbahn an. Das Operettenhaus liegt unmittelbar am Anfang dieser hormon- und kulturgeladenen Straße. Die Laune des Veranstalters war noch etwas verhalten. Das Operettenhaus wollte die nicht benötigten Karten nicht zurücknehmen und die Kosten dafür gingen an die Substanz des Jungunternehmers. Er hatte nämlich bei seiner „Kalkulation“ nicht an „Wagnis und Gewinn“ gedacht. „Wagnis“ war jetzt das Problem. Woher sollte ein Beamtensprössling so etwas wissen? Das lernte er erst später in der Berufsausbildung. Gleichzeitig machte dieser aber eine interessante Beobachtung: Im Foyer und vor dem Eingang lungerten Leute herum, die ganz offensichtlich ein Bedürfnis hatten. An der Kasse hing derweil ein Schild, die Vorstellung sei ausverkauft. Nun war unser Jungunternehmer zwar unerfahren, aber nicht blöd. Er ging auf die Leute zu und fragte, ob sie vielleicht einen Kartenengpass hätten. Sie hatten und waren interessiert. Allerdings gab es die Karten nur mit einem gewissen Aufschlag. So um die 100 Prozent. Schließlich hätte man ja nicht nur etwas geleistet, sondern auch riskiert. Jungunternehmer lernen schnell! Tatsächlich waren innerhalb weniger Minuten alle Karten verkauft, Leute glücklich und der Reiseveranstalter konnte einen Überschuss verbuchen, der seine eigenen Kosten sogar etwas überkompensierte. Dem unbeschwerten Kunstgenuss stand nichts mehr im Weg.
Nach dem Kulturereignis blieb noch etwas Zeit für andere Genüsse. Man war schließlich auf der Reeperbahn. In zwei Stunden, wenn der Bus wieder bereitstand, sollte jeder pünktlich wieder zur Stelle sein. Gute Gelegenheit, wieder etwas über die Zuverlässigkeit von Flöhen außerhalb des Sacks zu lernen. Es fehlten fünf Mann! Darunter sogar ein Lehrer. Der Bus wollte abfahren und die Reisegruppe war nicht komplett. Nun zeigte sich wahre Größe beim Veranstalter! Statt die säumigen Flöhe ihrem Schicksal zu überlassen, organisierte er Suchtrupps. Diese sollten alle einschlägigen Etablissements absuchen und spätestens nach 15 Minuten zurückkehren. Mit oder ohne Beute. Tatsächlich spürte einer dieser Trupps die Deserteure auf und brachte sie zum Bus. Die neuen Eindrücke und Anblicke hatten sie die Zeit vergessen lassen. Entspannte Rückfahrt, Glücksgefühle und Erleichterung! Vielleicht hätte ich bei diesem Geschäft bleiben sollen. Gelernt hatte ich es nun ja bereits. Und der Fiddler ist auch nicht vom Dach gefallen.
Der junge Wolff wird mobil
Erste Autos
Nachdem ich den Führerschein hatte, stand mir die Welt offen. Ich kaufte mir mein erstes Auto, einen NSU Prinz 2 für 100 DM. Dieser leistete mir, mit erheblichem Bastelaufwand, treue Dienste, bis er nach drei Monaten endgültig zusammenbrach. Ich verkaufte ihn für 50 DM an jemanden, der ihm das Dach absägte, den Innenraum mit Erde füllte und bepflanzte. Schließlich war er grün und ich hatte die Felgen quittegelb lackiert. So machte er sich gut im Vorgarten. Den zweiten NSU Prinz 2 kaufte ich für 170 DM und legte ihn während einer Episode als Softeisverkäufer an der Ostsee unfreiwillig auf das Dach. Weil die Fahrertür sich nicht mehr öffnen ließ, der Außenspiegel abgebrochen war und eine Ersatzbatterie im Innenraum geplatzt war und Säure verspritzt hatte, gefiel mit das Auto nicht mehr und ich verkaufte es für 150 DM. 20 DM Sachschaden bei einem Überschlag! Das soll mir erst einmal jemand nachmachen! Es würde hier zu weit führen, alle die Autos zu erwähnen, durch die ich mich hindurchhangelte, bis es für einen Neuwagen reichte. Zu diesem Thema habe ich mich an anderer Stelle mehr als ausführlich ausgelassen.
SU und Carop Autovermietung
Viel wichtiger war für mich als jungen Autofreund, dass ich durch die Autovermietung die Möglichkeit bekam, die verschiedensten Autos zu fahren. Fast neu und für mich sonst unerreichbar. Ich fuhr Opel Rekord und Kadett, Ford 17M und sogar Ford Capri. Für damalige Verhältnisse unerhört schnell war der Audi Super 90, nur noch übertroffen vom Audi 100. Eher gemütlich war der Mercedes 200. Einmal durfte ich einen Mercedes 280 S mit Automatik von Bonn nach Wilhelmshaven holen und nachher sogar den Mieter, der damit nicht umgehen konnte, für fürstliches Taschengeld chauffieren. Ich fuhr an dem Tag nach der Schule mit der Bahn nach Bonn, übernahm das Auto um Mitternacht und fuhr gemütlich durch strömenden Regen innerhalb von 3 Stunden nach Hause. Auf der Bundesstraße zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven war das ein Schnitt von 150 km/h. Bei mehreren Ortsdurchfahrten! Damals gab es die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h für Bundesstraßen noch nicht und meine Mutter wusste nicht, was ich auf den Ausflügen so trieb. Aquaplaning oder Wasserglätte war noch nicht bekannt. Damals waren das einfach Pfützen. Während der Wagen bei 180 km/h kurz aufschwamm, durfte man einfach nicht lenken. Dann machte es kurz „rums“ und man hatte wieder festen Boden unter den Rädern. Nachts um 03:00 Uhr ging ich ins Bett und saß am nächsten Morgen um 08:00 Uhr brav auf der Schulbank. Meine damalige „Berufstätigkeit“ ist sicher ein Hauptgrund, warum ich nicht, wie von meinen Eltern erträumt, Studienrat wurde.
Der junge Wolff und das Nachtleben
Es gab nicht immer etwas für die Autovermietung zu tun, also begann ich, Minicar zu fahren. Das waren diese Kleinwagen, zunächst Renault R4 und ähnliche, mit denen Boten- und Personenfahrten billiger als mit Taxis angeboten wurden. Jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag fuhr ich von etwa 18:00 Uhr abends bis 09:00 Uhr morgens. Das brachte 20 DM plus Trinkgeld pro Nacht. Viel Geld für mich. Dann verlangte der Gesetzgeber, dass auch Minicar-Fahrer einen Führerschein zur Personenbeförderung brauchten. Gelb. Den aber gab es erst mit 21 Jahren. Mit Glück rutschte ich in eine Übergangslösung, weil ich vor einem Stichtag schon gefahren war und der Unternehmer bestätigte, dass er mich brauchte. Damit hatte ich schon mit 18 Jahren den „Taxischein“ und konnte Taxi fahren. Tat ich auch. Nun für 30 DM pro Nacht. Das war nicht unspannend für einen 18jährigen. Nachts in einer Hafenstadt. Vor allem dann, wenn man eine Wagenladung Seeleute mit freundlichen Damen bekannt machen konnte und zum Dank von den Damen pro Nase (oder so) 10 Mark in die Hand gedrückt bekam. Einmal brachte ich die Jungs mitten in der Nacht zurück zu ihrem Schiff am Ölhafen, das unmittelbar auslaufen sollte. Weit draußen vor der Stadt. Sie hatten nur einen Hundertmarkschein und ich nicht soviel Wechselgeld. Die Güterabwägung, Schiff verpassen oder auf Wechselgeld verzichten, fiel zu meinen Gunsten aus. Eine besondere Herausforderung wurde in einer anderen Situation an mich herangetragen, als es hieß, dass das Schiff meiner Passagiere in einer guten Stunde in Bremerhaven auslaufen würde. Wir waren in Wilhelmshaven. Auf der anderen Seite der Weser. Mit einer Fähre dazwischen. Mein Taxi war ein Simca 1501 spezial. Spitzengeschwindigkeit etwa 150 km/h. Tatsächlich gelang es mir auf dieser Fahrt das einzige Mal in meinem Autofahrerleben, ein Auto komplett mit allen vier Rädern abheben zu lassen. Auf einer Brücke bei Brake. Wir schafften es rechtzeitig. Lustig, wenn Seeleute nach einer Autofahrt Symptome von Seekrankheit zeigen. Es war auch ein Erlebnis der besonderen Art, am frühen Sonntagmorgen stocknüchtern die Bahnhofsgaststätte zu betreten, wo die Reste des Nachtvolks ihre diversen Absacker zu sich nahmen. Diese Luft war wirklich „zum Schneiden“! Damals lernte ich auch, dass Zaghaftigkeit nicht zum Ziel führt und konsequentes Verhalten sich letztlich auszahlt. Nur ein Beispiel: Eines Nachts fuhr ich einen angetrunkenen Fahrgast zu einer alten Kaserne, die als Unterkunft für Obdachlose und vermeintlich Asoziale diente. Finstere Gegend. Der Mann stieg aus. Er habe kein Geld dabei und werde es holen. Weg war er! Ich stand ohne mein Geld da und wartete. Lange. Schließlich beschloss ich, es mir zu holen. In der Funkzentrale erklärte man mich für verrückt und beschwor mich, auf das Eintreffen von Kollegen zu warten. Ich ging trotzdem hinein, stellte mich in den Hausflur und erhob meine Stimme, bis die Bewohner zusammenliefen. Freundlich erklärte ich mein Anliegen. Die Bewohner kannten den Kerl, legten zusammen und bezahlten mich. Auch später habe ich immer wieder gute Erfahrungen mit vermeintlich Asozialen gemacht. Richtig üble Erfahrungen dagegen „verdanke“ ich den allgegenwärtigen Scheinheiligen. Dazu später vielleicht mehr. Parallel begann ich 1969 meine Ausbildung bei der Sparkasse.